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Galerie - Neuigkeiten

15. Sonderausstellung der BaltArt Galerie




«Essaouira – marokkanische Impressionen» 
Neue Gemälde der estnischen Künstlerin Anna Litvinova.


Ausstellungsdauer:

Donnerstag, 26. November 2015 bis und mit Samstag, 23. Januar 2016.

 

Vernissage:

Donnerstag, 26.November 2015, ab 17 Uhr bis 21 Uhr.

19 Uhr Begrüssung und kurze Einführung in die Ausstellung.

Die Künstlerin ist anwesend.

 

Danach: Musik aus Afrika mit der Basler Balafon-Combo Gyile.

 

Öffnungszeiten:

Montag: 13.30 bis 18.30 Uhr

Dienstag, Mittwoch und Freitag: 9 bis 18.30 Uhr

Donnerstag: 9 bis 20 Uhr

Samstag: 9 bis 17 Uhr

 

Adresse:

dix-sept

Boutique dix-sept für modernes Wohndesign aus Afrika

Kramgasse 18

CH-3011 Bern (Schweiz)

Telefon: +41 31 312 01 17


www.dix-sept.ch

 

Anna Litvinova zu ihren Marokko-Bildern:
 
«Ich bin in St.Peterburg geboren. Als Kind habe ich dort die Märkte besucht, auf denen Händler aus der gesamten Sowjetunion ihre teilweise sehr exotischen Waren anboten. Ich habe dort Früchte, Süssigkeiten und andere Leckereien aus dem Kaukasus, Zentralasien und anderen fernen Republiken sehen und kosten können – für mich unvergessliche Erlebnisse und wohl mit ein Grund dafür, weshalb ich mich zu exotischen Ländern hingezogen fühle.
Dabei hat es mir Marokko, das ich seit 2006 immer wieder besuche, besonders angetan. Ich habe mich in dieses Land verliebt. Marokko ist für mich wie ein Schmuckkistchen ohne Boden, welches, einmal geöffnet, nicht mehr geschlossen werden kann. Immer wieder finde ich darin neue Perlen. 
Das Land inspiriert mich enorm. Einmal dort, öffnen sich mir alle meine Sinne, weckt und erfrischt es meinen Geist. Immer habe ich das Gefühl, nicht genügend Zeit zu haben, und dass ich es nicht schaffe, alles auszudrücken, was dieser Ort in mir bewirkt.
In Marokko gehe ich wie zur Arbeit. Zu einer bestimmten Tageszeit packe ich jeweils meine Malsachen und begebe mich auf die Suche nach Motiven und Gefühlen.
Das ist nicht kompliziert, an jeder Strassenecke kann es visuell fesselnde Szenen geben. Sei es am Hafen, auf dem Markt, in den Strassen der Händler, den Teppichläden, den Riads, in deren Innenhöfen ein meditativer Frieden und ein märchenhaftes Kolorit einen verzaubern.
Toll sind auch die kleinen Läden der Händler, wo Gegenstände, Teppiche, Schmuckstücke, orientalische Lampen schon so arrangiert sind, dass sich eine eigene Komposition erübrigt. In diesem Land sind die Menschen schon von ihrem Wesen her Künstler. Manchmal scheint es, dass auch die Wäsche auf den Leinen nach Farben und Tonalitäten angeordnet ist. So oder so, wohin man auch schaut, überall sind Schönheit und Kunst zu sehen.
Einzigartig sind auch die strahlenden, satten Farben, manche Töne kann ich nicht einmal richtig benennen, entdecke sie erst während der Arbeit, wenn sie sich, erst im Schatten, dann, je nach Lichteinfall, verändert präsentieren. Sogar der Wind, die Hitze, das damit verbundene Flimmern der Luft, beeinflussen die Farben und Tonalitäten. Es ensteht das Gefühl, die Welt durch einen bestimmten Filter wahrzunehmen, durch den die Farben noch spannender werden. 
Und endlos kann ich die anmutigen Gesichtszüge, die vollkommenen Profile, die Brauenlinien und Augen dieser herzlichen Menschen dort betrachten, sei es ein schlichter Geschirrwäscher, eine Putzfrau, ein Fischer oder was auch immer ... Auch ihre Kleidung ist märchenhaft. Die Frauen tragen lange, herrliche, aus verschieden farbigen Stoffen gefertigte Djellabas, hergetellt in den zahlreichen Nähateliesr, in denen übrigens nur Männer arbeiten. Sie sind es, die die Seidenbänder drehen, die wunderschönen Muster auf die Frauenkleider sticken und hinter den Nähmaschinen sitzen.
Das Leben auf den Strassen ist so vielfältig und interessant, dass mein inneres Auge ständig malt und das Gesehene speichert. Leider schaffe ich es jedoch nicht, jeweils alles auf Papier oder Leinwand zu bringen, schon beim nächsten Schritt stosse ich auf neue Eindrücke, die die vorigen überlagern. Im Gedächtnis bleibt eine mehrschichtige, atmosphärische Aufnahme.
Was ich sehe, erlebe, erfahre, dient als Grundlage für meine Bilder, das, ich aber eigentlich ausdrücke, ist die damit verbundene, bei mir ausgelöste Emotion. Ich bilde nicht nur Informationen eines Zustands oder Vorgangs, eine Szenerie oder Episode ab, sondern vielmehr auch Gefühl, das ich in die Sprache der Farben und Striche übersetze.
Wahrscheinlich könnte ich mein ganzes Leben lang dort Motive malen. Ob es mir deshalb wohl noch möglich ist, neue Orte zu entdecken? Bis es soweit ist, fahre weiterhin nach Marokko, will das dort Gesehene und Erfahrene in meinen Bildern festhalten und es dadurch mit anderen, mit Ihnen, teilen.»

 
Zur Künstlerin:

Anna Litvinova wurde 1976 im sowjetischen Leningrad geboren, lebt seit 1986 in der estnischen Hauptstadt Tallinn und ist Mutter von zwei Söhnen. Anna wuchs in einem künstlerisch geprägten Umfeld auf, auch ihre Mutter ist Künstlerin und Kunstpädagogin. Sie studierte an der Tallinner Kunstakademie und zählt zu den renommiertesten Malerinnen Estlands. Wiederholt weilte sie für längere Zeit im Ausland – so in New York, Kalifornien (USA und Mexiko) und natürlich in Marokko – um sich dort künstlerisch weiterzuentwickeln. Die Werke der estnischen Künstlerin wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Ihre Bilder befinden in vielen Sammlungen, so unter anderem in Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Mexiko, Marokko, den Niederlanden, Norwegen, Schweden, der Schweiz und den USA – sowie im Nationalen Kunstmuseum Estlands.


www.annalitvinova.com


Bilder von der Vernissage (Fotos: Daniel Ammann):


Anna Litvinova: Neue Künstlerin in der BaltArt Galerie


Ganz neu: Die BaltArt Galerie vertritt die estnische Künstlerin Anna Litivnova.

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Homepage von Anna Litvinova